Spielreport

22.01.2017 - Herren 2. Liga - Embrach

0 Siege
 
0 Unentschieden
 
3 Niederlagen
 
Schlussrang 8 von 8
 

Knapp daneben ist auch vorbei

So könnte man den Abschluss der Wintermeisterschaft der Herren zusammenfassen. Nachdem im Dezember der Einzug in die Aufstiegsrunde und damit der vorzeitige Ligaerhalt ganz knapp verpasst wurde, startete es am Schlussspieltag in Embrach zumindest punktemässig ziemlich ausgeglichen. Entsprechend musste auch eine gute Leistung her, um sich noch behaupten zu können.

Gleich im ersten Spiel ging es gegen Schlieren 4, die im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen, das klar an Wallisellen ging, diesmal mit einem starken Angreifer antreten konnten. Dieser machte dem Herren 1 auch gleich von Beginn weg das Leben schwer, praktisch jeder Ball war ein Punkt und Wallisellen blieb die ersten zwei Sätze weitestgehend chancenlos. Erst im dritten, nach einem ersten kleinen Rückstand fanden sie zurück zur Stabilität. Die Taktik, den gegnerischen Angreifer konsequent aus dem Spiel zu nehmen, ging jetzt auf und gab Sicherheit. Dies schien die Schlieremer nervös zu machen, ihnen unterliefen immer wieder Fehler. So konnte man sich doch noch ein Punkt erspielen, dieser war aber auch wirklich verdient.

Gegen Dietikon zeigte sich ein ganz anderes Spiel, die Teams waren praktisch auf Augenhöhe und entsprechend knapp blieb es auch bis zum Schluss. Nachdem der erste Satz mit nur zwei Zählern abgegeben werden musste, liess die Leistung im zweiten stark nach und die alten, ungeliebten  Muster waren plötzlich wieder da. Wie schon im ersten Spiel konnten sich die Walliseller auch hier noch einmal aufraffen und gewannen den dritten doch recht souverän. Allerdings war klar, dass noch einmal eine solche Leistung im dritten Spiel gegen Adliswil nicht reichen würde, um dem drohenden Abstieg zu entgehen.

Es nur zu wissen, hilft nun mal nichts, man muss auch was tun. Hier lag schon das Problem, den guten Adliswiler Angriffen hatte Wallisellen nicht viel entgegenzusetzen, sie brachten keinen Druck mehr hinter den Ball und so blieben sie für den Gegner ziemlich harmlos. Dies zeigte sich nach den ersten beiden Sätzen auch auf dem Matchblatt, es erinnerte stark an die erste Partie des Tages, wobei die Gründe diesmal eher in den eigenen Reihen zu suchen waren als bei einem allzu guten Gegner. Ebenso erinnerte aber auch der dritte Satz an den Start in den Tag, plötzlich funktionierte der Aufbau wieder etwas besser und beim Gegner konnten Fehler provoziert werden. Einen einzigen Punkt konnte man also doch noch mitnehmen, wobei die Ausbeute bei drei von sechs ziemlich schwach blieb.

So trennte Wallisellen zum Schluss ein einziger Punkt vom zweitletzten Tabellenplatz. Ein Punkt, den man ärgerlicherweise gleich mehrfach selber vergeben hat. Sinnbildlich für eine Saison, die man im Nachhinein gesehen bereits am ersten Spieltag mit einer ungenügenden Leistung vergeben hatte und danach immer nur um einige wenige Punkte hinterher gehinkt war. Nächstes Jahr muss Wallisellen also in der dritten Liga ran, was wohl leider nicht mehr alle mitmachen werden. Vielleicht kann man aber so wieder etwas aufbauen und mit neuen Kräften eine stabile Basis schaffen. Doch bis dahin ist es noch ein langer und schwieriger Weg.